Diabetes ist eine erstzunehmende Krankheit, die zum Tod führen kann. In Europa sind 50
Millionen Menschen an Diabetes erkrankt – zusätzliche 60 Millionen Europäer laufen
Gefahr Diabetes zu entwickeln. Die weltweite Anzahl der Todesfälle durch Diabetes
übersteigt die Todesfälle durch Aids.
Diabetes ist weit verbreitet. Das Krankheitsbild entwickelt sich durch ungesunden
Lebensstil mit Übergewicht und einem Mangel an körperlicher Bewegung.
Wenn nicht rechtzeitig erkannt oder behandelt, kann Diabetes zu Herzerkrankung,
Schlaganfall, Verlust der Sehkraft, Amputationen und Nierenversagen
(Dialysepflichtigkeit) führen.
Um den Verlauf von Diabetes zu ändern, müssen die europäischen Gesundheitssysteme:
- Strategien entwickeln um Diabetes zu verhindern (Primärprävention), z. B. durch
ausreichende Schulungen und best mögliche Behandlung. Fettleibige Menschen
haben ein fünfmal höheres Risiko Diabetes zu entwickeln *
- Rechtzeitige Vorsorge für Risikopatienten durchführen (frühzeitige Diagnose). Das
Einsetzen der Folgeschäden könnte dadurch deutlich reduziert werden
- Sicher stellen, dass alle Patienten die best mögliche Behandlung bekommen
(Sekundärprävention). Bei über 40% der Patienten könnten durch eine wirksame
Behandlung im Rahmen einer vernetzten Betreuung Folgeschäden verhindert
werden **
- Wirksame Behandlung von Folgeschäden sicherstellen, um die Lebensqualität der
Patienten zu verbessern.
Um das zu erreichen müssen Regierungen, Forschung, Sozialversicherungen, im
Gesundheitswesen Beschäftigte, Patienten, Industrie und andere relevante Partner sich
im Kampf gegen Diabetes vereinen durch Unterstützung von Schulung und Innovation.
* National Institute of Diabetes, 6 Feb 2002 (based on comparison of BMI 30 and
BMI 25 populations)
** UK Prospective Diabetes Study, September 1998 (based on HbA1C reduction
from 7.9% to 7.0%)
Sources: WHO and IDF (International Diabetes Federation)