Wien (OTS) - Das "Forum der forschenden pharmazeutischen Industrie" (FOPI) sieht in der neuen Bundesgesundheitsagentur, die sich heute konstituiert, einen ersten Schritt in die richtige Richtung.
FOPI-Präsident Guus van der Vat: "Eines der Kernprobleme des österreichischen Gesundheitswesens ist die massive Kompetenz- und Verantwortungszersplitterung. Aufgrund der vielen verschiedenen Finanzierungstöpfe für die Gesundheitsversorgung fehlt bis heute eine ganzheitliche Sichtweise."
Die Folge: Die indirekten Kosten, die Krankheiten verursachen, bleiben völlig unberücksichtigt. Ein konkretes Beispiel: Moderne Magenmedikamente, so genannte Protonenpumpenhemmer, sparen jedes Jahr bis zu 7.000 Magen- und Darmoperationen. Die Kosten pro Operation samt Krankenhausaufenthalt betragen 10.000 Euro. Die medikamentöse Behandlung eines Geschwürs kostet gerade mal zwei Prozent der Operation.
FOPI-Präsident van der Vat erklärt: "Wenn wir es schaffen, weg vom Topfdenken im Gesundheitswesen zu kommen, ist viel erreicht." Nur so ließe sich die "Krankenhauslastigkeit des österreichischen Gesundheitswesens", die bereits der Rechnungshof stark kritisiert hat, sinnvoll reformieren. Schließlich fließe derzeit bereits weit mehr als die Hälfte aller Gesundheitsausgaben (52,8 Prozent) in die Finanzierung der Spitäler, ohne dass es eine gemeinsame Planung des Bundes, der Länder sowie der Sozialversicherungen gebe, so van der Vat abschließend.
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Mag. Britta Blumencron
für FOPI
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