FOPI – Forum der forschenden pharmazeutischen Industrie in Österreich

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Der FOPI.flash Newsletter

Die forschende Pharmaindustrie in Österreich ist ein höchst dynamischer, wendiger und innovativer Wirtschaftssektor. Dem soll auch die Information entsprechen, und deshalb halten wir Sie ab sofort mit dem FOPI.flash monatlich in knapper Form über die aktuellsten und brennendsten Themen auf dem Laufenden. Gleichzeitig sind wir offen für einen Dialog. Wenn wir mit einem Thema Ihr besonderes Interesse geweckt haben, sprechen Sie uns an. Wir freuen uns über jeden Input und jede Meinung.

AKTUELL

FOPI.flash November 2018

30.11.2018 | Kategorie: |

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Sind die Pharmaunternehmen fit für den BREXIT?

06.12.2018 | Kategorie: |

Die Arzneimittelversorgung ist in Österreich prinzipiell gut. Es kann jedoch immer wieder zu Lieferengpässen kommen, und da sind Unternehmen gefordert, rasch proaktiv und transparent zu agieren. Mit dem bevorstehenden BREXIT wird die Arzneimittelagentur eine neue Niederlassung bekommen, und die spannende Frage wird sein: Kann auf den letzten Metern noch eine Einigung erzielt werden oder kommt es zu einem NoDeal Ende März und somit zu einem „hard exit“?

In jedem Fall ist es für pharmazeutischen Unternehmen, die ihren Sitz, ihre Herstellung oder sonstige relevante Verbindungen zu Großbritannien haben, höchste Zeit zu handeln. Denn die notwendigen Verfahren sollen bis zum 29. März 2019 bereits abgeschlossen sein. Es müssen dazu folgende Vorkehrungen getroffen werden, um Versorgungsengpässe mit Arzneimitteln nach dem 30. März 2019 zu verhindern.

Werden folgende Fragen mit „Ja“ beantwortet werden, braucht es eine Lösung:

Weiterführende Informationen finden Sie auf der Website des BASG zum Thema Brexit https://www.basg.gv.at/news-center/brexit/

Es gilt jetzt zu handeln, um die Versorgung aller Patienten sicherzustellen!

Download Presseaussendung als PDF FOPI_AGES_Brexit.pdf

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Journalistenworkshop: „Klinische Studien als Motor für pharmazeutische Innovation“

14.11.2018 | Kategorie: |

FOPI-Vizepräsidentin Monika Beck brach am 14. November 2018 als Schirmherrin dieser Veranstaltung eine Lanze für die klinische Forschung und hob deren Stellenwert fürs gesamte Gesundheitswesen hervor:

„Die von der Pharmaindustrie finanzierten klinische Studien ermöglichen Innovationen bei Arzneimitteln. Damit trägt die Industrie auch entscheidend dazu bei, das Gesundheitsbudget zu entlasten. Mit diesen Studien können wir nicht nur den PatientInnen in den Studien helfen, sondern auch Evidenz schaffen, damit unsere Innovation bei den Menschen ankommt. Ein längeres Leben und hohe Lebensqualität für unsere PatientInnen ist der Leitgedanke.“

Die anschließende Diskussion, moderiert von APA-Redakteur Wolfgang Wagner, zeigte das große Interesse am Thema und die Notwendigkeit, tiefgehende Informationen zu verbreiten.

Dazu stellt das FOPI folgende Factsheets zum Download zur Verfügung:



FOPI.flash Oktober 2018

01.10.2018 | Kategorie: |

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Aktuelle Umfrage: Starke Defizite beim Wissen über Patientenrechte

06.09.2018 | Kategorie: |

Im Vorfeld des 1. Österreichischen Patientenrechte-Tags ließ das Forum der forschenden pharmazeutischen Industrie in Österreich (FOPI) in einer Umfrage1 unter über 200 Patientenorganisationen den Status quo in Sachen Patientenrechte erheben. Die Ergebnisse zeigen, dass die heimischen PatientInnen offenbar nur mangelhaft über ihre Rechte Bescheid wissen und sich oft mit ihrem Anliegen nach „bester medizinischer Betreuung“ nicht durchsetzen können. Auf dieser Basis fand eine intensive Diskussion mit vielen Gesundheitsexperten wie Apothekerkammer-Präsidentin Ulrike Mursch-Edlmayr, Ärztekammer-Präsident Thomas Szekeres, Patientenanwalt Gerald Bachinger oder BVSHÖ-Vorsitzender Angelika Widhalm statt, die in einem Manifest münden soll.

Der Stellenwert von PatientInnen und ihren Anliegen wird von allen Verantwortungsträgern im Gesundheitssystem als zentral erachtet – von den politischen Entscheidungsträgern ebenso wie von den Krankenkassen, den Behörden oder den verschiedenen Interessenvertretungen. Doch wie steht es wirklich um die Patientenrechte in Österreich? Wissen die PatientInnen und ÄrztInnen über ihre Rechte Bescheid? Wie steht es um die Möglichkeiten zur Wahrnehmung der Verschreibungsverantwortung der ÄrztInnen? Bekommen alle PatientInnen im Rahmen der gesetzlichen Bestimmungen die für sie passende Therapie? Diesen Fragen widmete sich der 1. Österreichische Patientenrechte-Tag, der gestern in Wien auf Initiative und Einladung von FOPI stattfand.

Patientenmitbestimmung aktuell „weniger gut“ verankert

Eine im Vorfeld der Veranstaltung durchgeführte Umfrage unter über 200 heimischen Patientenorganisationen zeigt jedenfalls Defizite auf: Die überwiegende Mehrheit der Befragten stuft die Patientenanliegen wie die „beste menschliche bzw. psychologische Betreuung“, die „beste medizinische Betreuung“ und die „Verfügbarkeit entsprechender Behandlungen“ als „sehr wichtig“ oder „wichtig“ ein. Und auch die „Einbindung von Betroffenen in den Erstattungsprozess von Medikamenten“ und die „Mitsprache bei der Therapieentscheidung“ wurden mit 1,40 bzw. 1,78 auf einer Skala von „sehr wichtig“ bis „nicht wichtig“ bewertet. (Grafik 1; siehe hinten) Doch de facto ist es laut den Befragten derzeit „weniger gut“ um die Patientenmitbestimmung bestellt. (Grafik 2)

Gleichzeitig hat die Mitbestimmung in der Entscheidung über die Erstattung von Therapien aus Sicht der Patientenvertreter große Bedeutung. Eine überwiegende Mehrheit von 92,5 % bezeichnete Patientenmitbestimmung als „sehr wichtig“ oder „wichtig“ – was einen Durchschnittswert von 1,46 ergibt. (Grafik 3)

„Die Patientenorganisationen engagieren sich auch für den bestmöglichen Zugang zu Therapien, was zugleich eines der zentralen Anliegen von PatientInnen ist, stoßen aber an die Grenzen ihrer Ressourcen“, fasst Mag. Ingo Raimon, Präsident des FOPI die Kernergebnisse zusammen.

Der Zugang zu Therapien wird laut der Umfrage von den Patientenorganisationen als eine ihrer wesentlichen Aufgaben begriffen und gehört für die meisten Befragten zum Alltag. Für einige stellt dies sogar den Haupt- oder zumindest einen großen Teil der täglichen Arbeit dar. Gleichzeitig ist der Zugang zu Therapien jenes Thema, wo sich Patientenorganisationen am meisten Unterstützung wünschen. (Grafik 4)

Mangelndes Wissen über Rechte als PatientIn – Patientenorganisationen sehen selbst in den eigenen Reihen große Wissenslücken und viel Unsicherheit

Die Ergebnisse zeigen große Lücken innerhalb der Patientenorganisationen in puncto Wissen über die bestehenden Patientenrechte: Einige glaubten, die Patientenrechte seien gut verankert, aber den PatientInnen nicht bekannt. Andere meinten, die Patientenrechte seien schlecht verankert und zusätzlich den PatientInnen nicht bekannt. Ein Drittel der Gesprächspartner in den Tiefeninterviews gab an, selbst nicht oder nur mangelhaft über Patientenrechte Bescheid zu wissen. Zitat: „Hand aufs Herz, ich kenne meine Patientenrechte nicht! Wahrscheinlich gibt es eine Website, wo man sich informieren kann, aber ich kenne sie ad hoc nicht.“

Zudem diagnostizierten die Befragten große Unsicherheit: PatientInnen wüssten oft nicht, wie sie ihre Rechte einfordern können, viele „fügen sich ihrem Los“ oder trauen sich nicht, sie einzufordern, weil sie z.B. keinen eigenen Anwalt bzw. Rechtsschutz hätten. Deshalb wird Schulung und Aufklärung gefordert.

Oft aktives Eintreten der Selbsthilfegruppen nötig

In der Frage, ob PatientInnen letztendlich zu ihrem Recht kommen, berichteten die Befragten über unterschiedliche Erfahrungen: Etwa die Hälfte ist überzeugt, dass PatientInnen nie, nicht immer oder nur schwer zu ihrem Recht kommen. Die andere Hälfte glaubt, dass PatientInnen meistens oder immer zu ihrem Recht kommen, sich dies aber oft langwierig gestaltet. Zitate dazu: „Die PatientInnen kommen oft erst dann zu ihrem Recht, wenn sie sich an Selbsthilfeorganisationen wenden oder zum Patientenanwalt gehen – sonst bleiben sie über. Das hat Folgen, denn mitunter werden Untersuchungen nicht gemacht und Therapien nicht verschrieben.“

Aus konkreten Fallbeispielen – die alle Befragten zuhauf schildern konnten – wissen die Experten, dass vielfach ein aktives Eintreten nötig ist: Zahlreiche Fälle, wo etwa die Erstattung von Therapien von der Krankenkasse abgelehnt wurde, konnten erst durch (teilweise massives) Aktivwerden der Patientenorganisation bzw. Selbsthilfegruppe gelöst werden – etwa durch einen Schritt an die Medien. Dies wird von den Patientenvertretern jedoch äußerst kritisch gesehen: „Es kann nicht sein, dass laute Patienten eher zu ihrem Recht kommen bzw. dass Therapien erst erstattet werden, wenn man lästig ist“, gab etwa ein Befragter zu Protokoll.

Davon abgeleitet forderten ausgewählte PatientenvertreterInnen in den Tiefeninterviews, dass PatientInnen in Erstattungs-Gremien vertreten sein sollten. Denn „Patientenvertreter können Effekte von Therapien aufzeigen, weil sie sie wirklich am eigenen Leib nachvollziehen können!“

Patientenrechte-Tag als Plattform – Diskussion mit Experten des gesamten Gesundheitssystems

Vor diesem Hintergrund diskutierten Ansprechpartner aus dem gesamten Gesundheitssystem sowie Vertreter von Patientenorganisationen und medizinischen Fachgesellschaften beim 1. Österreichischen Patientenrechte-Tag die Themen Leistungsrecht, Mitbestimmung und Verschreibungsfreiheit. Die Keynote hielt Nicola Bedlington, Generalsekretärin des European Patients’ Forum. Anschließend gab Prof. Dr. Alfred Radner, Europäische Gesellschaft für Medizinrecht, Einblick in den aktuellen rechtlichen Rahmen. Und das Herzstück der Veranstaltung bildeten drei Workshop-Gruppen, die von prominenten ExpertInnen geleitet und moderiert wurden: nämlich von Apothekerkammer-Präsidentin Ulrike Mursch-Edlmayr, Ärztekammer-Präsident Thomas Szekeres, Patientenanwalt Gerald Bachinger und Angelika Widhalm, Vorsitzende des Bundesverbands Selbsthilfe Österreich.

Basis für ein Manifest zum Thema Patientenrechte

Angelika Widhalm, Vorsitzende des Bundesverbands Selbsthilfe Österreich, nach der Veranstaltung: „Die Umfrage und auch die Diskussion haben deutlich gezeigt, dass eine struk-turelle Verankerung von Patientenrechten von größter Bedeutung ist. Die Grundlage dafür ist ja bereits mit dem Bundesverband Selbsthilfe Österreich gelegt. Damit kann es auch gelingen, die Kompetenz von Patientenorganisation sichtbar zu machen. Sie sind die unverzichtbare, erste Anlaufstelle für PatientInnen und Angehörige.“

Gerald Bachinger, Sprecher der Patientenanwälte, ergänzt: „Patientenrechte sind heutzutage etabliert und selbstverständlich. Offenbar treten sie aber immer mehr in den Hintergrund und werden nicht reflektiert, weil sie schon zu selbstverständlich geworden sind. Es ist daher höchst an der Zeit, die Patientenrechte zu evaluieren, zu modernisieren, zu ergänzen und auf neuen Hochglanz zu polieren. Letztlich bedarf es einer aktuellen Informationsoffensive, um die Patientenrechte wieder dorthin zu rücken, wo sie hingehören, nämlich ins Zentrum der Aufmerksamkeit im Gesundheitswesen.“

Das FOPI versteht sich als Institution, die die Plattform für diese Diskussion bietet: „Als forschende pharmazeutische Industrie ist es für uns selbstredend ein Anliegen, dass Innovationen den Weg zu den PatientInnen finden und dass jeder die ausreichende sowie medizinisch zweckmäßige Therapie erhält“, betont Präsident Ingo Raimon. „Freilich im Kontext einer Kosten-Nutzen-Analyse, für die sinnvollerweise alle an einem Tisch sitzen sollten und alle Einflussfaktoren transparent vorliegen.“

„Eine sehr wirksame Vereinfachung des Zugangs zu Arzneimitteln wäre, die Aufgabe der Chefärzte neu zu definieren“, meint Thomas Szekeres, Präsident der Österreichischen Ärztekammer, dazu. „Es ist nicht nachvollziehbar, dass ein von Experten verschriebenes Medikament durch rein bürokratische Schikanen den Patienten vorenthalten wird. Auch das ist Teil der Patientenrechte.“

Und Ulrike Mursch-Edlmayr, Präsidentin der Österreichischen Apothekerkammer, betont: „Die Leistungen auf dem Gebiet des Gesundheitswesens müssen zum Wohle der Patienten laufend reformiert und weiterentwickelt werden. Regierung und Sozialpartner sind gut beraten, die Expertise von Apothekerinnen, Apothekern und Ärzten sowie auch die Anliegen der Patienten in sämtliche Verhandlungen frühzeitig aufzunehmen.“

Die Ergebnisse der Diskussion werden nun in einem Manifest zusammengefasst, das noch im Herbst 2018 präsentiert werden soll.

Download als PDF: Presseinfo FOPI Umfrage Patientenrechte-Tag.pdf

https://www.apa-fotoservice.at/galerie/14549

  1. 1 Methodik der Umfrage

• Thema: Umfrage unter Patientenorganisationen hinsichtlich Anliegen österreichischer PatientInnen, Aufgaben von Organisationen und insbesondere Mitbestimmung von PatientInnen in puncto Therapieentscheidung und Erstattung von Therapien
• Umfassend – quantitative Online-Umfrage und qualitative Tiefeninterviews
• Quantitative Erhebung:
• Befragungszeitraum: 17. Mai bis 10. Juni 2018
• Befragte: 205 Patientenorganisationen, Selbsthilfegruppen und indikationsspezifische NGO; Samplegröße: n=45; Rücklaufquote von 22 %
• Befragungsgebiet: ganz Österreich
• Befragungsmethode: anonymisierte Online-Umfrage
• Qualitative Interviews:
• Befragungszeitraum: Juli 2018
• Befragte: offizielle Vertreter österreichweit agierender Patientenorganisationen; Samplegröße: n=9
• Befragungsgebiet: ganz Österreich
• Befragungsmethode: Telefoninterviews, qualitative Auswertung

Über FOPI
Das Forum der forschenden pharmazeutischen Industrie FOPI ist die österreichische Interessenvertretung von 27 internationalen Pharmaunternehmen mit Fokus auf Forschung und Entwicklung. Als Partner im Gesundheitswesen setzt sich das FOPI für den Zugang zu innovativen Arzneimitteln und damit für die bestmögliche medizinische Versorgung in Österreich ein. Im Dialog mit Patientenorganisationen, Verschreibern und Kostenträgern trägt das FOPI dazu bei, drängende gesellschaftliche Probleme zu lösen. In Summe beschäftigen die FOPI-Mitgliedsunternehmen über 11.200 MitarbeiterInnen in Österreich – das entspricht nahezu zwei Drittel aller Beschäftigten in der Pharmawirtschaft und unterstreicht die Bedeutung der FOPI-Mitgliedsunternehmen.

Für weitere Informationen kontaktieren Sie bitte:
Mag. Judith Kunczier
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FOPI.flash August 2018

31.08.2018 | Kategorie: |

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FOPI.flash September 2018

31.08.2018 | Kategorie: |

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FOPI.flash Juni 2018

29.06.2018 | Kategorie: |

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Aktueller FOPI Innovationsklima Index

11.06.2018 | Kategorie: |

Umfeld für pharmazeutische Forschung und Innovation zunehmend schwieriger

Der quartalsweise erstellte FOPI Innovationsklima Index gibt nach seiner jüngsten Erhebung leider Anlass zur Sorge: Nach einer längeren Phase mit zunehmendem Optimismus ist die Stimmung in der forschenden Pharmaindustrie nun gekippt. Der seit dem Frühjahr 2017 festzustellende Aufwärtstrend erlitt nach der letzten Befragung einen Knick, und der FOPI Innovationsklima Index ging gegenüber dem Wert von Februar 2018 von ‐0,27 auf ‐0,39, also einen deutlich negativen Wert, zurück.

Um eine präzise Einschätzung der Rahmenbedingungen für pharmazeutische Forschung und Innovation in Österreich zu erhalten, erhebt das Forum der forschenden pharmazeutischen Industrie in Österreich (FOPI) quartalsweise die Stimmung innerhalb der Industrie und bildet diese im FOPI Innovationsklima Index ab.

„Wir führen die Erhebung bereits seit einem Jahr regelmäßig durch und können die Ergebnisse somit gut einordnen. Diesmal haben uns die im Vergleich zur vorhergehenden Erhebung negativen Bewertungen der Befragten aufgerüttelt“, betont Mag. Ingo Raimon, Präsident des FOPI. „Denn wenn sich dieser Trend fortsetzt, besteht umso mehr berechtigte Sorge um die Zukunft der pharmazeutischen Innovation in Österreich – und damit auch um die Versorgung der Patientinnen und Patienten mit Medikamenten auf dem letzten Stand der Medizin.“

Ein wenig Licht und viel Schatten

In Summe lag der Index bei ‐0,39 (auf der siebenteiligen Skala von minus 3 bis plus 3). Besonders bemerkenswert an der letzten Erhebung ist aber vor allem die differenzierte Entwicklung der Einzelwerte: Während es bei den seit jeher kritisch beurteilten Punkten zu einer weiteren Verschlechterung kam, zeigten die grundsätzlich eher positiv bewerteten Punkte eine Verbesserung. So fielen die Einschätzungen des „Wirtschaftlichen Umfelds“, des „Politischen Umfelds“, der „Akzeptanz im Gesundheitssystem“ und insbesondere der „Bedingungen für den Marktzugang“ deutlich zurück.

Ebenso wurden auch die „Rahmenbedingungen für F&E“ sowie die „Anreize für Investitionen“ weiterhin negativ eingestuft. Die Bereiche „Verfügbarkeit geeigneter Mitarbeiter“ und die „Aus‐ und Weiterbildung“ bekamen hingegen bessere Bewertungen als bisher.

„Interessant sind auch die qualitativen Angaben der Erhebung, also die ergänzenden Kommentare“, so Raimon. „Kritisiert wurde von den Befragten etwa, dass die Pharmaindustrie an dem in der Gesundheitsreform definierten Wachstumspfad nicht ‚sanktionsfrei‘ partizipieren darf. Angemerkt wurde weiters eine Tendenz zu restriktiverem Einsatz von Arzneimitteln und ein konstanter Druck auf die Preise.“

Gefahr für Versorgung mit innovativen Medikamenten?
Sehr negativ wird auch der Marktzugang eingeschätzt: Österreich gerät nach Meinung der Befragten aufgrund des pharmafeindlichen Umfelds zunehmend ins Hintertreffen. Innovative Medikamente kämen verspätet oder gar nicht nach Österreich – und somit nicht zu den PatientInnen, die sie dringend benötigen. Außerdem sei der „Tod für Innovationen“, dass immer öfter ein (ökonomischer) Vergleich innovativer Therapien mit dem Preisniveau von (vermeintlich vergleichbaren) Nachfolgeprodukten Platz greift.

In der klinischen Forschung konstatierten die heimischen Pharmamanager suboptimale Vo‐ raussetzungen (wie etwa die starke Fragmentierung oder auch die überbordende Bürokratie). Positiv gesehen werden Förderungen für Betriebsansiedelungen, weil sie als Anreiz für Investitionen wirken. Die Akzeptanz der forschenden Pharmaindustrie innerhalb des Gesundheitssystems wird unverändert schlecht eingeschätzt.

„Unser Fazit: Der Trend ist besorgniserregend, aber es besteht nach Meinung zahlreicher Befragter immerhin ‚Hoffnung auf geringfügige Besserung durch das neue Umfeld‘. Wir setzen darauf, dass sich diese Hoffnung bewahrheitet“, meint Raimon abschließend.

Presseinfo FOPI Innovationsklima Index Juni 2018

Über FOPI
Das Forum der forschenden pharmazeutischen Industrie FOPI ist die österreichische Interessenvertretung von 28 internationalen Pharmaunternehmen mit Fokus auf Forschung und Entwicklung. Als Partner im Gesundheitswesen setzt sich das FOPI für den Zugang zu innovativen Arzneimitteln und damit für die bestmögliche medizinische Versorgung in Österreich ein. Im Dialog mit Patientenorganisationen, Verschreibern und Kostenträgern trägt das FOPI dazu bei, drängende gesellschaftliche Probleme zu lösen. In Summe beschäftigen die FOPI‐Mitgliedsunternehmen über 11.200 MitarbeiterInnen in Österreich – das entspricht nahezu zwei Drittel aller Beschäftigten in der Pharmawirtschaft und unterstreicht die Bedeutung der FOPI‐Mitgliedsunternehmen.

Für weitere Informationen kontaktieren Sie bitte:
Barbara Masser-Mayerl
Tel: +43 664 8270120
Mail: presse@fopi.at



FOPI.flash April 2018

09.05.2018 | Kategorie: |

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FOPI.flash Mai 2018

04.05.2018 | Kategorie: |

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Onkologische Versorgung in Gefahr

17.04.2018 | Kategorie: |

Onkologische Versorgung in Gefahr – führende Onkologen und forschende Pharmaindustrie fordern „Agenda Krebs 2030“

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Wien, 16. April 2018

„Die Erfolge in der Onkologie sind evident und auch für Österreich nachweisbar“, betont Univ. Prof. Dr. Leopold Öhler, Vorstand der 1. Abteilung für Innere Medizin/Onkologie St. Josef Krankenhaus und Onkologie Barmherzige Schwestern Krankenhaus Wien. „Die Sterblichkeit ist in den letzten 25 Jahren um ca. 25% zurückgegangen. Und das relative 5-Jahres-Überleben hat sich von 55,9% im Jahr 1995 auf über 60% im Jahr 2012 erhöht.“

Außerdem verweist Öhler auf außerordentlich hohe Überlebensraten bei einigen Entitäten wie etwa Schilddrüse, Hoden und Prostata oder auch Brust und Haut, wo das kumulierte relative 5-Jahres- Überleben über 90% bzw. über 80% beträgt. Damit liegt Österreich im europäischen Vergleich im absoluten Spitzenfeld – nämlich an vierter Stelle und deutlich über dem Schnitt von 54,6%. Gleichzeitig ist die Zahl der Neuerkrankungen sowohl bei Frauen als auch bei Männern um 12,6% zurückgegangen.

Für die erfreuliche Entwicklung machen die heimischen Onkologen mehrere Faktoren verantwortlich: „Wir verdanken diesen Trend der modernen Diagnose und den Fortschritten in der Früherkennung, der guten Versorgung durch klinische Forschung, der Verbesserung der onkologischen Chirurgie und Strahlentherapie sowie der weltweiten Vernetzung der Grundlagenforschung und der klinischen Forschung. Ebenso großen Anteil haben die Innovationen der Pharmaindustrie und der noch ausgezeichnete und frühe Zugang zu innovativen Medikamenten.“

Zahl der Menschen mit Krebs um 67,5% gestiegen – höherer Betreuungsbedarf
„Derzeit ist die onkologische Versorgung in Österreich auf einem hohen Niveau“, fasst Prim. Univ. Prof. Dr. Andreas Petzer, Abteilungsvorstand Interne I, Ordensklinikum Linz und Präsident der OeGHO, zusammen. „Aber die Zukunft stellt uns vor große Herausforderungen, und die lauten: De- mographie, Prävalenz und Ressourcen.“

Die österreichische Bevölkerung wird bis zum Jahr 2080 voraussichtlich um 14,3% auf 9,99 Millionen Menschen anwachsen. Die Gruppe der älteren Menschen wird sich von 18,5% Anteil an der Gesamt- bevölkerung auf 29% vergrößern.
Zudem leben durch die Alterung der Gesellschaft, die verbesserte Überlebenswahrscheinlichkeit und die Verlängerung der Lebenszeit immer mehr Menschen mit Krebs. Schon in den letzten 15 Jahren ist die so genannte Prävalenz um 67,5% gestiegen. „Das hat zur Konsequenz“, so Petzer, „dass der Be- darf an diagnostischen, therapeutischen und betreuerischen Leistungen für Krebspatienten zunimmt. Was uns ohne Umwege zur Ressourcenfrage führt. Denn schon jetzt sind sowohl die finanziellen wie auch personellen Ressourcen mehr als knapp. Wir sind somit gefordert, trotz der Steigerung in der Quantität die Qualität zu halten und so Versorgungssicherheit zu gewährleisten.“

Klinische Forschung in Österreich rückläufig – Zugang zu Innovationen künftig schwieriger?
Wesentlichen Anteil an der hohen Qualität der Krebsbehandlung in Österreich hat laut OeGHO-Präsi- dent Petzer die klinische bzw. kliniknahe Versorgungsforschung. Denn damit erhalten PatientInnen frühzeitig Zugang zu innovativen Therapien. Zudem wird das Gesundheitssystem kostenseitig entlas- tet. „Doch gerade da droht Österreich zurückzufallen. Zwischen 2006 und 2016 gab es bereits einen Rückgang um fast 24% bei klinischen Prüfungen“, betont Petzer. Mit schuld daran sei die – insbeson- dere für international angelegte Studien – schwierige Situation in Österreich. Es besteht eine fragmentierte Landschaft an Zentren, an denen klinische Versorgungsforschung geleistet wird, mit geringen PatientInnen-/Fallzahlen pro Zentrum. Dementsprechend existieren unterschiedliche Abläufe, viele verschiedene Ansprechpartner und bürokratische Hürden. Und der immer schärfer werdende internationale Wettbewerb um klinische Studien tut sein Übriges dazu. „Das gefährdet den Status von Österreich als Standort für Spitzenmedizin und Innovation, und in weiterer Folge gefährdet es den Zugang für PatientInnen zu innovativen Therapien“, warnt Petzer.

Schlüsselwort Vernetzung von Strukturen
„Um mit knappen Mitteln möglichst effizient umzugehen und den PatientInnen dennoch die best- mögliche Versorgung zu bieten, ist Vernetzung von Strukturen das Schlüsselwort“, führt Univ. Prof. Dr. Dr. h.c. Christoph Zielinski, Scientific Chair Vienna Cancer Center, ins Treffen. „So ist das Vienna Cancer Center entstanden, das die onkologischen Einrichtungen der Medizinischen Universität Wien, des Wiener Krankenanstaltenverbundes, der Vinzenz Gruppe, des Franziskus Spitals und der Wiener Gebietskrankenkasse im Sinn einer qualitativ einheitlichen, wohnortnahen Behandlung von Patien- tinnen und Patienten mit Krebs verbindet. Davon profitieren mehr als 31.000 KrebspatientInnen pro Jahr. Ein ähnliches Modell gibt es auch in Oberösterreich, mit dem 70% der onkologischen PatientIn- nen betreut werden.“

„Diese Best Practice-Modelle sind wohlgemerkt auf Eigeninitiative entstanden. Sie leisten einen Bei- trag zur Effizienzsteigerung bei gleichbleibender, wenn nicht sogar steigender Qualität. Es braucht aber auch eine gezielte, strukturierte Wissenschaftspolitik und eine überregionale Vernetzungsstruk- tur für onkologische Versorgung“, unterstreicht Zielinski. „Und das geht nicht ohne Unterstützung der politischen Entscheidungsträger.“

Nutzen der Krebstherapien und der pharmazeutischen Forschung nachweisbar
In Zusammenhang mit den viel diskutierten finanziellen Ressourcen bringt Mag. Ingo Raimon, Präsi- dent des Forums der forschenden pharmazeutischen Industrie in Österreich (FOPI), internationale Statistiken ins Spiel: „Bei den Gesundheitsausgaben für Krebs liegt Österreich zwar ein wenig über dem europäischen Schnitt. Doch es ist belegt, dass Länder mit höheren Ausgaben auch höhere Über- lebensraten aufweisen. Anders betrachtet: Gemessen am BIP gibt Österreich für Krebsbehandlungen etwa so viel aus wie meisten europäischen Länder. Doch bei der Effektivität sind wir im Spitzenfeld.“

Das Gesundheitssystem stehe zwar unbestritten vor finanziellen Herausforderungen, konstatiert Rai- mon, doch „die Gesundheitsausgaben für Krebs sind seit 2010 stabil und Medikamente machen nur einen relativ geringen Anteil aus“.

„Vor allem aber lässt sich der Nutzen dieser Ausgaben in der Onkologie gut nachweisen“, untermau- ert der FOPI-Präsident seine Aussagen. „Die Krebstherapie hat in den letzten Jahrzehnten enorme Fortschritte gemacht. Zwischen 2011 und 2016 wurden 68 neuartige Therapien für 22 Indikationen zugelassen. Insbesondere im Bereich der Immun-Onkologie kam es aufgrund des bemerkenswerten klinischen Profils zu raschen Zulassungen für verschiedenste Krebsformen. Und beim Melanom ha- ben – um ein anderes Beispiel zu bringen – neue Therapien die Zahl der behandelten Patienten ver- dreifacht und die Überlebensrate verdoppelt.“

Als Kehrseite dieser Erfolge nennt Raimon die außerordentlich lange Forschungszeit. „Es dauert durchschnittlich fast 10 Jahre von der Patentanmeldung bis ein Medikament zugelassen ist. Außer- dem müssen wir als Pharmaindustrie viele Fehlschläge verkraften. Bei Hautkrebs konnten etwa erst nach 30 erfolglosen Jahren 7 neue Medikamente auf den Markt gebracht werden. Und bei Lungen- krebs scheiterten 167 Studien, bevor 10 neue Medikamente zur Verfügung standen. Es braucht also einen wirklich langen Atem.“

Forderung nach Koordinierungsstelle für klinische Studien und einheitlichen Registern
„Trotzdem ist die forschende Pharmaindustrie bereit, weiterhin in Forschung und Entwicklung zu in- vestieren, um Innovationen auf den Markt zu bringen. Aber der Nutzen muss auch bei den PatientIn- nen ankommen – und dazu bedarf es innovationsfreundlicher Rahmenbedingungen“, meint Raimon. „Ganz konkret fordern wir daher eine Koordinierungsstelle für klinische Studien auf Bundesebene – als „one stop shop“ für die forschende Pharmaindustrie, um die Attraktivität des Standortes Öster- reich für klinische Studien zu erhalten bzw. auszubauen. Und wir treten für einheitliche Register ein, die den Patientennutzen umfassend sichtbar machen und den Outcome in der Versorgung darstel- len.“

Schulterschluss für „Agenda Krebs 2030“
In einem Schulterschluss postulieren die vier führenden Onkologen gemeinsam mit der forschenden pharmazeutischen Industrie daher die „Agenda Krebs 2030“. Prim. Univ. Prof. Dr. Wolfgang Hilbe, Abteilungsvorstand der 1. Medizinische Abteilung, Zentrum für Onkologie und Hämatologie am Wilhelminenspital: „Auf den Punkt gebracht: Die onkologische Community ist bereits aktiv geworden und hat Netzwerke gegründet. Genau solche Initiativen benötigt die forschende Pharmaindustrie, um klinische Studien am Standort Österreich durchzuführen. Doch das kann nicht ausschließlich auf unserer Eigeninitiative ruhen. Ergänzend braucht es das Commitment der politischen Entscheidungsträger und die Unterstützung der Initiativen – ähnlich wie in Deutschland, wo ,Exzellenzzentren‘ und ,Versorgungsnetzwerke‘ durch Schwerpunktförderung finanziert werden. Sinnvoll wäre zudem die Etablierung eines einheitlichen Qualitätsbegriffs. Summa summarum brauchen wir eine ‚Agenda Krebs 2030‘. Für die nachhaltige Finanzierung einer qualitätsorientierten Versorgung der Bevölke- rung. Um ein Abwandern von top-qualifizierten Experten zu verhindern. Um Österreich als Standort für klinische Studien attraktiv zu halten. Und, um den Zugang zu innovativen onkologischen Thera- pien mit ihrem Nutzen für PatientInnen und Gesundheitswesen zu gewährleisten.“

Über das Vienna Cancer Center
Das Vienna Cancer Center (VCC) verbindet die onkologischen Einrichtungen der Medizinischen Universität Wien, des Wiener Krankenanstaltenverbundes, der Vinzenz Gruppe, des Franziskus Spitals und der Wiener Ge- bietskrankenkasse im Sinn einer qualitativ einheitlichen, wohnortnahen Behandlung von Patientinnen und Pati- enten mit Krebs. Die Vernetzung von medizinisch-onkologischen Expertinnen und Experten und die Etablierung gemeinsamer Standards in onkologischer Diagnostik, Therapie und Pflege stellen sicher, dass alle Patientinnen und Patienten von der besten aus verschiedenen Disziplinen bestehenden medizinischen, pflegerischen und psychologischen Versorgung profitieren.
www.vienna-cancer-center.at

Über die OeGHO
Die Österreichische Gesellschaft für Hämatologie & Medizinische Onkologie (OeGHO) ist die Fachgesellschaft von HämatologInnen und OnkologInnen und hat sich zum Ziel gesetzt, die Betreuung von PatientInnen öster- reichweit an den höchsten Standard heranzuführen. Die OeGHO zählt aktuell mehr als 600 Mitglieder, davon sind ein Großteil Fachärzte oder Fachärztinnen für Innere Medizin mit Additivfach Hämatologie und internisti- sche Onkologie.
www.oegho.at

Über FOPI
Das Forum der forschenden pharmazeutischen Industrie FOPI ist die österreichische Interessenvertretung von 27 internationalen Pharmaunternehmen mit Fokus auf Forschung und Entwicklung. Als Partner im Gesund- heitswesen setzt sich FOPI für den Zugang zu innovativen Arzneimitteln und damit für die bestmögliche medizi- nische Versorgung in Österreich ein. Im Dialog mit Patientenorganisationen, Verschreibern und Kostenträgern trägt FOPI dazu bei, drängende gesellschaftliche Probleme zu lösen.
www.fopi.at

Fotos finden Sie in der APA Fotogalerie unter
http://www.apa-fotoservice.at/galerie/13162

Für weitere Informationen kontaktieren Sie bitte:
Mag. Brigitte Mühlbauer
Tel: +43 676 6199594
Mail: brigitte.muehlbauer@asoluto.com



FOPI.flash März 2018

03.04.2018 | Kategorie: |

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FOPI.flash Februar 2018

28.02.2018 | Kategorie: |

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FOPI.flash Jänner 2018

31.01.2018 | Kategorie: |

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FOPI.flash Neujahr 2018

01.01.2018 | Kategorie: |

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